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Wachstum verstehen und managen

Wie man die mit dem Unternehmenswachstum verbundenen Herausforderungen bewältigen kann, war Thema einer Diskussionsrunde im Rahmen der Berliner Wirtschaftsgespräche am 9.9.2014 in Berlin Mitte. Viel Zustimmung löste Dr. Thomas Hardwig in seinem einleitenden Beitrag zu den Erfolgsfaktoren des Wachstums von Klein- und Mittelunternehmen aus, in dem er einige Beratungserfahrungen bündelte. Ingo Thümler (Geschäftsführer der Otto Richter GmbH ) erkannte viele Muster und Mechanismen wieder, die er seit Gründung seiner „Feuchteklinik“ durchlebt hat. Als Unternehmer wüsste man anfangs nicht, dass es typische Muster und Krisen in der Unternehmensentwicklung geben würde. Man sei darauf auch nicht unbedingt vorbereitet, einen persönlichen Rollenwandel von der Fachkraft zum Unternehmer zu realisieren. Man stelle sich eben diesen Herausforderungen und heute könnte er rückblickend sagen, genau so habe er es persönlich erlebt.  Geholfen haben ihm v.a. die persönliche Reflexion und das Lernen, wobei passende Förderprojekte oder Beratung sehr nützlich waren.

Aber auch für größere Unternehmen, stellen die mit Wandel verbundenen Veränderungen in der Zusammenarbeit und Unternehmenskultur eine große Herausforderung dar,  insbesondere im Wechsel von Krisen- und Wachstumsphasen. Dies verdeutlichte Sebastian Schmidt (Manager Production GE Power Conversion, der insbesondere die Anforderungen an die Führung und Kompetenzentwicklung betonte. Führung müsse man lernen und man müsse insbesondere lernen, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Beraterin Cornelia F. Krämer beschrieb anschaulich, wie schwer es fallen kann, in die Unternehmerrolle zu wechseln und das Geschäft an Nachfolgende abzugeben.

Aus dem Publikum, das durch Daniela Chudoba in ihrer Moderation immer wieder geschickt eingebunden wurde, wurde zu Recht darauf verwiesen, dass Wachstum sich nicht auf finanzielle Kennziffern beziehen sollte. Vielmehr geht es neben der Integration von mehr Mitarbeiter/innen vor allem eine steigende Komplexität durch qualitativ wachsende Ansprüche an die Leistungsfähigkeit. Dies können nur durch die gezielte Entwicklung der Kompetenzen aller Beteiligten bewältigt werden, um als Organisation schnell „intelligente“ Antworten auf neue Problemstellungen zu finden. Dass Unternehmen gefährdet  sein können, wenn sie sich bei starkem Erfolg zu sicher fühlen, thematisierte ein Teilnehmer. Die Ratschläge vom Podium lauteten, dass es notwendig sei in solchen Fällen, sich als Firma kritisch zu hinterfragen und dabei die möglichen Veränderungen der Erfolgsbedingungen zu beleuchten. Aber auch als Unternehmer kann es ratsam sein, sich neue Herausforderungen zu setzen. Eine gelungene Veranstaltung, die mit einer Zusammenfassung der Erfolgsfaktoren endete.

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